Dabei liegen die Festigkeitswerte noch deutlich unter denen anderer Laubhölzer ähnlicher Rohdichte wie Linde und Erle, dagegen über den Werten von Pappel und Weide . Günstig ist hingegen das Schwindmaß, da Roßkastanienholz nur mäßig schwindet. Ebenso "arbeitet" es nur wenig, so daß es sich nach der Trocknung durch ein gutes Stehvermögen auszeichnet. Da das Holz gegen holzzerstörende Pilze anfällig ist, besitzt es unter Witterungseinfluß eine nur geringe natürliche Dauerhaftigkeit. Bild oben: Furnierstapel aus Roßkastanie für die Herstellung von Spankörben. Im Kontakt mit dem Erdboden ist es ungeschützt kaum länger als 2 bis 3 Jahre haltbar. Die Trockriung bereitet im allgemeinen keine Probleme, da Roßkastanienholz nicht nennenswert zum Reißen und Werfen neigt. Zu berücksichtigen ist jedoch, daß es leicht verstockt, vergraut und anderweitig empfindlich gegen Verfärbungen ist, so daß sowohl das Rundholz als auch das Schnittholz einer sorgfältigen Pflege bedürfen. Hierzu gehören ein rascher Einschnitt sowie die Lagerung der Schnittware in luftigen Stapeln, gegebenenfalls unter Vortrocknung in senkrechter Lagerung. Bei der technischen Trocknung sollten die Anfangstemperaturen 60 G nicht übersteigen.
Die Oberflächenbehandlung bereitet ebenfalls keine Schwierigkeiten: Beizen, Farben und Lacke werden problemlos angenommen. Auch sind die Oberflächen gut polierbar. Unter dem Einfluß des Sonnenlichtes kommt es ähnlich wie bei anderen hellfarbigen Hölzern, wie z. B. Ahorn, Linde und Hainbuche, zum Vergilben.
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