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Weide



Handelsname: Weide
Kurzzeichen: nach DIN 4076 Teil 1: WDE (für Silberweide und andere Weidenarten)
Botanischer Name: Silberweide: Safix alba L.; Dotterweide: Satix alba ssp. vitellina (L.) Arc.; Trauerweide: S. alba ,Tristis', Kricketweide: S. alba , eaiva,- Fami1is: Salicaceae
 


Andere Namen: Silberweide, Weißweide. Die Dotterweide oder Goldweide gilt als Unterart der Silberweide. Daneben gibt es eine größere Anzahl von Formen der Silberweide, wie die Trauerweide und Kricketweide.
Anmerkungen

Die mit den Pappeln (Gattung Populus) nahe verwandten Weiden (Gattung Salix) sind in Deutschland bzw. Mitteleuropa mit zahlreichen Arten vertreten. Daneben gibt es eine große Anzahl aus natürlichen Kreuzungen und Züchtungen entstandener Bastarde und Kultursorten, die die botanische Unterscheidung der Weidengewächse selbst für den Fachmann schwierig machen. Nach ihren Wuchsformen wird allgemein zwischen Baumweiden und Strauchweiden unterschieden. Die meisten Weidenarten wachsen strauchartig in variablen Größen vom baumartigen Strauch abwärts bis zu den niedrigen Kriechformen der Hochgebirge. Nur wenige Arten bilden unter ihnen zusagenden Bedingungen große Bäume mit durchgehenden, geraden Schäften aus. Zu den Baumweiden gehören neben der Silber- und Weißweide die Bruch- oder Knackweide (Salix fragilis L.) sowie mit Einschränkungen die Sal- oder Palmweide (S. caprea L.). Sie liefern einander sehr ähnliche, in den Eigenschaften kaum voneinander abweichende Hölzer.

Jedoch ist die Silberweide nebst ihren genannten Unterarten und Formen der mit Abstand wichtigste Weidenholzlieferant. Entsprechend beziehen sich die Ausführungen zu Vorkommen und Holzbild sowie den Eigenschaften und Ver- wendungsbereichen in erster Linie auf die Silberweide und deren Abkömmlinge. Die Strauchweiden bleiben naturgemäß holzwirtschaftlich als Nutzholzerzeuger ohne Bedeutung. Bestimmte Arten spielen aber als Flecht- und Bindeweiden eine große Rolle. Hierzu zählen vor allem die Korb- und Hanfweide (S. viminalis L.), Purpurweide (S. purpurea L.), Mandelweide (S. triandra L. [= S, amygdalina L.1), Reif- oder Schimmelweide (S. daphnoides Vill.), Bandstockweide (S. dasyclados Wimmer) und die aus Nordarnerika eingeführte Amerikaner Weide (S. americana hort.) sowie deren zahlreiche Kultursorten. Dabei wird je nach Gebrauchszweck die eine oder andere Art vorgezogen.